

Tier gefunden?
Was nun?
Kein Tier ohne Rücksprache der Natur entnehmen, außer bei akuter Gefährdung des Tieres. Bitte achten Sie auf Ihren Eigenschutz. Außerdem muss, da die meisten Wildtierarten dem Jagdgesetz und zum Teil dem Naturschutzgesetz unterliegen, immer ein Jagdpächter informiert werden. Die Zuständigkeit erfahren Sie nach Standort über die zustängige Polizeibehörde (kein Fall für die 110!).
Wildvögel und Tauben

Jungvögel: Vogel sichern, auf Handtuchnest setzen, bei unbefiederten Jungtieren Wärmflasche oder Körnerkissen (max. 38 Grad), kein Futter oder Wasser eingeben! Sachkundige Hilfe suchen.
Wir sind gerne für Sie da!
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Adulte Vögel: Vogel sichern (am besten in einem Karton), Handtuchnest anbieten, kein Futter oder Wasser eingeben! Dunkel setzen um Stress zu reduzieren und Haustiere fernhalten. Sachkundige Hilfe suchen. Wir sind gerne für Sie da!
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Mehr Infos: www.wildvogelhilfe.org sowie die Facebookgruppe Wildvogelhilfe-Notfälle.
Waschbär, Marder & Co.
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Das Tier unbedingt liegen lassen (ggf. mit Karton abdecken). Das Tier KEINES FALLS ohne Absprache der Natur entnehmen! Ansprechpartner sind hier der Jagdbeaufsichtigte oder Tierschutzorganisation. Die Tiere dürfen erst nach Freigabe der zuständigen Jagdaufsichtsbehörde der Natur entnommen werden.
Bitte keine Eigenversuche mit Fütterung und Aufzucht starten, da dies schnell den Tod der Tiere bedeuten kann.
Igel

Offensichtlich kranke, verletzte oder tagaktive Igel sichern und einen igelkundigen Tierarzt oder eine Igelpflegestelle kontaktieren. Igel die bei Dauerfrost, Schnee und Eis unterwegs sind benötigen immer Hilfe, genauso wie Jungtiere, die Anfang November noch unter 500 Gramm wiegen. Solange das Tier nicht aufgewärmt ist kein Futter anbieten und auch keine Antiparasitika in Form von Spot-On-Präparaten oder Puder auftragen. Wir sind gerne für Sie da!
Feldhase und Wildkaninchen

Wildkaninchen klar identifizieren und nichts als Feldhasen deklarieren. Merkmale: Wildkaninchen kommen fast nackt auf die Welt, mit geschlossenen Augen und leben die ersten paar Wochen fast ausschließlich unter der Erde im Nest, während Feldhasen komplett "fertig" in einer Sasse (Erdkuhle) geboren werden und dort alleine auf das Muttertier warten.
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Fundumstände klären, ob überhaupt Hilfe benötigt wird! Rücksprache mit Jäger oder fachkundigen Personen halten.
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Wildkaninchen: wenn Augen noch geschlossen -> Handtuchnest und Wärme anbieten (Wärmflasche oder Körnerkissen). Bei älteren Jungtieren WENN NÖTIG Sicherung im Karton. Kein Futter oder Wasser eingeben! Keine Selbstversuche starten und fachkundige Hilfe suchen. Wir sind gerne für Sie da!
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Feldhase: ein alleine sitzendes Jungtier ist in der Regel kein Notfall. Nur wenn wirklich notwendig (weil verletzt oder Gefahr in Verzug) nach Rücksprache in Karton mit Handtuchnest sichern. Bitte beachten: Feldhasen sind EXTREM stressanfällig, daher bis zur Übergabe so ruhig wie möglich unterbringen.
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Bei ausgewachsenen Tieren: Immer erst Jagdpächter oder fachkundige Personen zuziehen. Auf Tularämie (Feldhase) oder Myxomatose (Wildkaninchen) achten.
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Tularämie: Apathie, unsicherer Gang, Verlust natürliche Scheu.
Myxomatose: Geschwollene Nase sowie Augen, teils eitig, Apathie.
Eichhörnchen

Jungtiere: TIERE DIE AKTIV AN MENSCHEN HOCHKLETTERN STELLEN KEINERLEI GEFAHR DAR, sondern brauchen dringend Hilfe.
Tier sichern (Kartons sind ungeeignet, da die Tiere sich hier ggf. durchfressen können) und fachkundige Hilfe suchen. Wir sind gerne für Sie da! Bitte keine Eigenversuche mit Fütterung und Aufzucht starten, da dies schnell den Tod der Tiere bedeuten kann.
Sieben- und Gartenschläfer

Verletzte oder kranke Tiere in einer ausbruchssicheren Box sichern (kein Karton) und Pflegestelle informieren. Hilfsbedürftige Jungtiere je nach Auffindesituation nach Rücksprache mit fachkundiger Pflegestelle sichern. Oft ist eine Rückführung möglich, weshalb eine Sicherung nicht nötig ist. Anders selbstverständlich bei akuter Lebensgefahr. Jungtiere die noch fast nackt sind und geschlossene Augen haben mit Handtuchnest sichern und auf ausreichende Wärmezufuhr (Wärmflasche oder Körnerkissen) achten.
Wir sind gerne für Sie da!
Nutria & Biber

Biber: grundsätzlich muss vor der Sicherung der Jagdpächter und die Untere Naturschutzbehörde des jeweiligen Landkreises über verletzte Biber oder gefundene Jungtiere informiert werden. Ohne Freigabe Dieser dürfen die Tiere nicht der Natur entnommen werden. Die Sicherung und die weitere Versorgung sollte unbedingt nur von fachkundigen Personen durchgeführt werden.
Nutria: der Jagdpächter muss die Sicherung des Tieres freigeben. Bei Jungtieren in Karton sichern und KEINE Wärme, sowie kein Futter und kein Wasser anbieten. Meldung und Weitergabe des Tieres (mit Genehmigung) nur in fachkundige Hände.
Wir sind gerne für Sie da!
Wassergeflügel

Da auch hier einige Arten unter das Jagdrecht fallen vor der Sicherung immer Rücksprache mit fachkundigen Personen oder dem Jagdpächter halten um abzuklären, ob eine Entnahme grundsätzlich notwendig ist.
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Jungvögel: in einem Karton mit Handtuchnest sichern, kein Futter und kein Wasser eingeben und fachkundige Hilfe suchen.
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Adulte Vögel: je nach Tierart auf Eigensicherung achten, Tier im Karton sichern und zur Stressreduzierung dunkel setzen.
Kein Futter und kein Wasser eingeben und fachkundige Hilfe suchen. Wir sind gerne für Sie da!
